Nachgekocht: Lachs auf Curryreis mit Cranberries

Lachs auf Curryreis

Wer kennt das nicht: Im Regal stehen jede Menge Kochbücher, das Internet bietet einem Millionen Rezepte und man selbst kann eigentlich auch so das ein oder andere aus dem Hut zaubern… und doch steht man da und fragt sich „Was koch ich denn heute mal?“, ohne eine Antwort parat zu haben. Schlimmer noch, potentielle Mitesser werden von der Ideenlosigkeit angesteckt -> „Du darfst heute mal alleine aussuchen“… das hilft natürlich weiter! Am Wochenende gab es wieder so einen Tag, also hab ich schnell nochmal meine liebsten Blogs durchgeblättert und bin dann bei Uwe auf highfoodality.de fündig geworden.

Ich hatte mir auch fest vorgenommen das Rezept genau nachzukochen. Diesen Vorsatz habe ich dann aber begraben müssen, als ich auf die Schnelle kein Zitronengras bekam (ich lebe halt auf dem Land). Vom Einkaufen zurückgekommen fiel mir dann auch noch ein, dass ich doch endlich mal mein neues Vakuumiergerät einweihen wollte. Also habe ich mal eben noch die Garmethode ausgetauscht und den Lachs Sous-Vide zubereitet (mehr dazu im Rezept).  Zu guter Letzt hätte ich dann mal das Rezept vor dem Einkauf genauer studieren sollen. 200g Cranberries stand da. Dass hier getrocknete gemeint waren wird ganz schnell klar, wenn man sich mal das Foto zum Gericht anschaut – ich habe natürlich frische gekauft ;), also musste ich hier auch noch etwas Feintuning betreiben. Am Ende wurde es also doch ziemlich anders.

Hier also meine Variante:

Zutaten (2 Personen)

  • 400g Lachs (ohne Haut)
  • 200g Basmati Reis
  • 75ml Kokosmilch
  • 1/2 Bund Dill
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1 Chilischote
  • 1 Schalotte
  • 2cm frischer Ingwer
  • 1 Limette
  • 350ml Fischfond
  • 3 EL Currypulver
  • 1/3 Zimtstange
  • 2 TL Zucker
  • 1 EL Pinienkerne
  • 200g frische Cranberries
  • Salz, Pfeffer und etwas Öl

Zubereitung

  • Der Lachs wird Sous-Vide gegart, das heißt er wird vakuumiert eingeschweißt und dann im Wasserbad bei möglichst konstanter, relativ niedriger Temperatur gegart. Diese Zubereitung ist sehr schonend. Durch das Einschweißen bleibt der Fisch sehr saftig und die Aromen gehen nicht verloren.
  • Ingwer und Chili fein hacken und die Hälfte davon zusammen mit dem Lachs in einen Folienbeutel geben. Dill und Koriander fein hacken, von der Limettenschale feine Zesten abschneiden und alles zusammen mit der Kokosmilch und etwas Currypulver ebenfalls in den Beutel geben. Den Beutel vakuumieren und verschweißen. Das Ganze nun am besten noch für einige Zeit marinieren lassen, vor dem Garen sollte der Fisch genug Zeit haben, um Raumtemperatur anzunehmen.Einen sehr großen Topf (meiner fasst 8l) mit Wasser füllen und bei niedriger Stufe erhitzen. Ich habe die Lachsbeutel für 20min bei 60°C Wassertemperatur gegart, weil er bei mir ganz durch sein musste (meine Frau ist immer noch schwanger ;)). Wenn der Lachs noch glasig sein soll würde ich die Temperatur auf 52° einstellen.
  • Die Schalotte fein würfeln und in etwas Öl in einem Topf glasig dünsten. Den Rest von Chili, Ingwer und Curry hinzugeben und mit anschwitzen. Den Reis hinzugeben, mit dem Fischfond ablöschen und kurz aufkochen. Die Pinienkerne, Zucker und die Zimtstange hinzufügen und den Reis bei geschlossenem Deckel zu Ende garen. Die Cranberries halbieren und kurz vor Ende der Garzeit mit zum Reis geben.
  • Den Lachs aus dem Beutel nehmen, Salzen und Pfeffern und auf dem Reis anrichten.

Der Lachs ist nicht mehr ganz so fotogen wie in Uwes Originalrezept, aber bestimmt genauso lecker. Weil die frischen Cranberries viel saurer sind als getrocknete, habe ich beim Reis auf den Limettensaft verzichtet und etwas mehr Zucker hinzugefügt. Durch die Säure und die leichte Kokosnote schmeckt das Gericht herrlich frisch.

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