Pollo, Pesto und Polenta – Warenkorb Contest

Pollo Pesto und Polenta

Bei gekleckert.de gibt es mal wieder ein Blogevent und da ich ja schon beim letzten mal das Glück hatte, dass Jens meinen Namen aus dem magischen Wasserkocher gezogen hat, bin ich natürlich auch diesmal wieder dabei. Nun heißt das Motto „Warenkorb Contest“. Die Idee ist, dass man aus bestimmten vorgegebenen Zutaten + X etwas Leckeres kocht. In der ersten Runde sind die vorgegebenen Zutaten Geflügel, Paprika, italienischer Käse, Beeren und Nüsse.

Eigentlich bin ich ja ein Besserwisser und kürzlich hatte ich erst recherchiert, was denn botanisch so als Beere durchgeht (z.B. die Tomate oder Aubergine), also wollte ich auch eine Zutat nehmen, bei der man nicht gleich an Beeren denkt. Die Idee hatte Sandra from snuggs kitchen aber auch und sie war einfach schneller als ich. Also musste eine neue Idee her. Deren Findung funktionierte ungefähr so: Brombeeren haben gerade Saison. Nüsse + Käse = Pesto. Für die Farbe macht sich sicher zweimal Pesto gut, dann wäre auch die Paprika abgehakt. Hähnchen geht immer. Dazu noch eine schlichte Beilage – Polenta. In Summe gibt’s also Hähnchenbrust auf zweierlei Pesto mit Brombeer-Balsamico-Reduktion und Polenta.

Das Hähnchen habe ich in meinem neuen Sous-Vide-Gerät gegart, das ist echt fantastisch. Davon berichte ich demnächst mehr. Ich muss aber noch etwas mehr damit experimentieren. Wer jetzt schon mehr über Sous-Vide und andere moderne Kochtechniken erfahren möchte kann sich bis dahin aber schon mal diese tollen Videos anschauen -> Historical Context and Demos Illustrating the Relationship of Food and Science | Lecture 1 (2011) – YouTube – Harvard Vorlesungen zum Thema Science & Food. Spitzenköche treffen Spitzenwissenschaftler. Den Tipp dazu habe ich auch bei gekleckert.de gefunden. Danke Jens!

Zutaten (4 Personen)

Pesto Genovese

  • 1/2 Bund Basilikum
  • 50ml Olivenöl
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 20g geröstete Pinienkerne
  • 40g Parmesan
  • Salz

Paprika Pesto

  • 2 rote Paprika
  • 25g geröstete Macadamianüsse
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 40g Parmesan
  • 40ml Rapsöl
  • Salz

Brombeer-Balsamico-Reduktion

  • 75ml Balsamico
  • 100g Brombeeren
  • 30g Zucker

Polenta

  • 150g Polenta
  • 300ml Kalbsfond
  • 300ml Milch
  • 40g Butter
  • Salz, Pfeffer

Hähnchenbrust

  • 4 Hähnchenbrüste
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Pesto Genovese

Basilikumblätter, Olivenöl, Knoblauch und die Pinienkerne mit dem Mixstab pürieren. Den Parmesan fein reiben und darunter mischen. Mit Salz abschmecken.

Paprika Pesto

Den Stil und die Kerne der Paprika entfernen, die Paprika längs vierteln und mit der Haut nach oben auf ein Backblech legen. Im Backofen unter den Grill auf höchster Stufe schieben, bis die Haut komplett schwarz ist. Die Paprika etwas abkühlen lassen und dann die verkohlte Haut komplett entfernen. Paprika, Macadamianüsse, Knoblauch und Öl mit dem Mixstab pürieren.  Den Parmesan fein reiben und darunter mischen. Mit Salz abschmecken.

Brombeer-Balsamico-Reduktion

Balsamico, Brombeeren und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und auf ca. die Hälfte einkochen. Die Brombeeren zwischendrin ausdrücken. Man benötigt nur die Flüssigkeit, die Brombeeren kann man zwischendurch also guten Gewissens naschen.

Polenta

Milch und Kalbsfond zusammen aufkochen. Die Polenta einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und die Hitze reduzieren. Bei niedriger Temperatur 10min quellen lassen, nach 5min die Butter einrühren. In eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Form füllen und glatt streichen. Die Polenta sollte ca 0,5-1cm dick sein. Die Polenta für 2 Stunden bei Zimmertemperatur fest werden lassen.Wenn die Polenta fest geworden ist, lässt Sie sich mit der Folie aus der Form heben. Die Folie entfernen und kleine Kreise aus der Polenta ausstechen. Die Polentaportionen für jeweils 5min bei mittlerer Hitze von beiden Seiten in Olivenöl anbraten, bis sie goldbraun sind. Die angebratenen Polentataler warm stellen bis das Fleisch fertig ist

Hähnchenbrust

Die Hähnchenbrust mit Salz und Pfeffer würzen, einzeln vakuumieren und und für 75 Minuten bei 64°C im Wasserbad garen. Anschließen sehr scharf anbraten und in heißer Butter schwenken.

Alles zusammen anrichten, mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit Brombeeren und Kräutern dekorieren.

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11 Kommentare

  1. *_* Du besitzt ein Sous Video Gerät? Wenn ich in 10 (ganz so lange ist es hoffentlich eher nicht :)) Jahre einen Job habe und meine Studium-Schulden abbezahlt beglichen habe kaufe ich mir auch eins.

    Deine Beiträge haben ein durchweg grandios hohes Niveau und ich speichere Sie mir jedes mal vorweg in meinem Reeder (ja mit Doppel E, ich habe jetzt einen Mac) für später um sie „genüsslich“ zu lesen. Danke !

    1. Ja, ist meine neueste Errungenschaft! Bei mir hat es vom Diplom bis zum Sous-Vide Gerät gerade mal 6 Jahre gedauert 😉 Aber wer weiß, was es in 10 Jahren noch so alles an Küchengeräten gibt… ich sag nur Ultraschallbad 😀

      Das Kompliment kann ich zu deinen Beiträgen nur zurückgeben, ich hab zwar weder Reader noch Reeder aber auch im Browser kann man deinen Blog ja mindestens genauso „genüsslich“ lesen!

  2. Auch ich möchte mich vielmals für deinen Beitrag bedanken. Hervoragendes Beispiel das man ein tolles Gericht mit wenig Zutaten zubereiten kann.

    Gruß, Martin

  3. 75 Minuten Sous-Vide fürs Pollo? Das ist ja verdammt kurz. Dachte das man Sous-Vide immer so 10 Stunden braucht!? Aber das ist dann wohl auch für wesentlich dickere Stücke Fleisch. So ein Teil kommt demnächst bei mir auch her. Das muss ja so grandios sein. Genau so wie dein Rezept und die Bilder dazu 😉

    Gruß Tom

    1. JA Sous-Vide bedeutet nicht automatisch, dass man ewige Garzeiten braucht. Das hängt vor allem vom verwendeten Fleisch ab. Alles was man kurz braten kann, kann man auch relativ fix im Wasserbad garen. Ein dünnes Stück Fisch ist da auch schon mal nach 5 Min fertig. Noch ist für mich das Thema Sous-Vide aber auch noch ganz neu, bald gibt’s hier im Blog weitere Infos zum Thema 🙂

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